Office ProPlus auf Terminalserver

In meinem Beitrag zur Verteilung von Office ProPlus-Apps bin ich schon kurz auf die Möglichkeiten eingegangen, die Microsoft den Administratoren für die Softwareverteilung an die Hand gibt. Bei der Installation von ProPlus auf normalen Arbeitsplätzen sind normalerweise keine großen Hürden zu erwarten. Es ist allerdings wichtig zu wissen, dass das auf Server-Betriebssystemen anders aussieht. Microsoft erkennt, ob es sich um ein Client- oder ein Server-Betriebssystem handelt. Bei Server-Betriebssystemen wird logischerweise davon ausgegangen, dass es sich um einen Terminalserver handelt, der von mehreren Benutzern benutzt wird.

Exchange Hybrid - Eine saubere Lösung (2/2)

Im ersten Teil dieses Zweiteilers bin ich auf die generellen Vorteile eines Hybrid-Betriebes eingegangen.

Der Schwerpunkt dieses Beitrages wird nun etwas technischer und soll einen Überblick darüber geben, wie das ganze Hybrid-Konstrukt zusammenhängt. Ich setze an dieser Stelle voraus, dass bereits eine Verzeichnissynchronisierung via AD Connect erfolgt und im Office 365 eine passende Lizensierung vorhanden ist (mind. Exchange Online Plan 1). Außerdem sollten die Exchange Web Services (Autodiscover, EWS, OWA usw.) extern erreichbar sein (z.B. über einen Web Application Proxy abgesichert). Die Bereitschaft dieser Dienste könnt ihr einfach mit dem Remote Connectivity Analyzer von Microsoft testen (Link). Außerdem benötigt ihr ein SSL-Zertifikat (Wildcard oder SAN) für die Absicherung des Hybrid-Betriebes.

Vorbereitung der UPNs für die Synchronisation

Ob im Rahmen einer Office 365-Testphase oder durch bevorstehende Migration: irgendwann müsst ihr euch Gedanken machen, wie sich die Benutzer zukünftig in der Cloud anmelden sollen. Die Vorteile von AD Connect oder ADFS habe ich ja bereits kurz erklärt. Bei sehr kleinen Umgebungen kann man sicherlich darüber nachdenken, ob man die Synchronisation nicht ganz auslässt. Wenn kein Active Directory betrieben wird, macht es ja sowieso keinen Sinn erst ein Active Directory einzurichten. Doch mit Active Directory werden sowohl bei AD Connect als auch bei ADFS die Benutzerkonten aus dem Active Directory exportiert und ins Azure AD synchronisiert. Es gilt also festzulegen, mit welchem Anmeldenamen sich die Benutzer an den Office 365-Diensten authentifizieren werden.

Exchange Hybrid - Eine saubere Lösung (1/2)

Der klassische Workload, den ein Unternehmen in die Cloud verlagert, ist oft das E-Mail-System. Server vor Ort kosten Geld, Ressourcen, Wartungsaufwand und Know-How. Bei Exchange Online sorgt Microsoft dafür, dass genügend Kapazitäten vorhanden sind und das System insgesamt skaliert, wenn ein Wachstum stattfindet. Plump ausgedrückt: „Ich habe 500 Benutzer, die auf einem Exchange Online Server arbeiten. Wenn ich nun über Nacht weitere 500 Leute einstelle, muss ich mir keine Gedanken machen — Microsoft stellt einfach einen weiteren Server daneben und ich bemerke davon gar nichts.“ Ganz so ist es natürlich nicht, aber bezogen auf ein selbst betriebenes Rechenzentrum ist der Vergleich durchaus erlaubt.

Die Wahl der richtigen Lizensierung

Spätestens nach Ablauf der Testlizenzen (max. 30 + 60 Tage) steht der Office 365-Admin vor der Entscheidung, über welche Quelle die User lizensiert werden sollen.

Microsoft bedient in der O365-Lizensierung eigentlich alle klassischen Lizensierungswege: egal ob Enterprise Agreement, Open-Vertrag oder klassische Subscription — alles ist möglich und die verschiedenen Bezugsarten sind beliebig miteinander kombinierbar. In letzter Zeit macht der Begriff „CSP“ im IT-Umfeld die Runde — daher möchte ich hier mal kurz skizzieren, was dahinter steckt und welche Vorteile das Modell bietet.

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